Am Donnerstag, 05. Juli 2018 hatte die Alters- und Ehrenabteilung zu einem Ausflug nach Bad Wünnenberg zur Besichtigung des „Brückenbauwerks B480, Ortsumgehung Bad Wünnenberg“ eingeladen.
Um 13:00 Uhr konnte Ehrenhauptmann Johannes Roggel über 40 Teilnehmer zur Busabfahrt nach Bad Wünnenberg am Borchener Rathaus begrüßen.
Nach dem Eintreffen am Brückenbauwerk wurden die Teilnehmer durch den leitenden Bauingenieur der Bauüberwachung, Herrn Bartmann von „Straßen NRW“ und Herrn Donner begrüßt und in den Besprechungs-Container eingeladen.
Herr Donner erläuterte mittels der Konstruktionspläne den Aufbau und die Bauabwicklung des aktuell größten Brückenbauwerks im Kreis Paderborn mit einer Länge von ca. 800 m und einer Höhe von 70 m.
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Die aus Vollbeton bestehenden Pfeiler haben einen Abstand von 120 m zwischen den Pfeilern. Die Pfeiler werden 25 m tief im Boden verankert / einbetoniert.
Die Trägerdecke für die spätere Straßendecke besteht aus Stahlelementen, die an einem Endpunkt der Brücke verschweißt und auf Schiebelagern von Pfeiler zu Pfeiler geschoben werden. Das Schieben von Pfeiler zu Pfeiler über eine Distanz von 120 m findet ca. alle 2 Monate statt und beträgt 3 – 4 Tage. Die Trägerdecke kann beim Schieben durch das Eigengewicht auf den 120 m bis zu 3 m absinken. Deshalb befindet sich am Anfang der Trägerdecke ein Schnabelgerüst, um beim Zielpfeiler die Trägerdecke trotz der Absenkung aufsetzen zu können.
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Sobald die Stahl-Trägerdecke bis zum gegenüber liegenden Wiederlager geschoben und auf den Pfeilern verankert wurde, erfolgt von beiden Seiten das Gießen der Betondecke für die Straßendecke incl. Geländeranker auf den Trägerelementen. Unter der Betondecke ist die Stahl-Trägerdecke innen begehbar, um zukünftig Überprüfungs- und ggf. Wartungsarbeiten an den Pfeilern und Lagern durchführen zu können.
 
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Nach den interessanten Erläuterungen wurden die Teilnehmer mit Schutzhelmen u. o. Warnwesten ausgerüstet und zur Besichtigung der Baustelle am Endpunkt der Brücke geführt.
Auf und unter der Stahl-Trägerdecke wurde der Zusammenbau der Elemente und die Positionierung auf den Schiebelagern besichtigt und erklärt.
 
Nach der äußerst interessanten Führung bedankte sich Johannes Roggel im Namen der Teilnehmer bei Herrn Donner und Herrn Bartmann und überreicht jeweils einen Bierkrug mit dem Wappen der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Kirchborchen.
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Zur Erinnerung an diesen tollen Ausflug positionierten sich die Teilnehmer für ein Gruppenfoto.
 
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Nach der Besichtigung des imposanten Brückenbauwerks erfolgte die Rückfahrt nach Kirchborchen, wo sich die Teilnehmer auf Sormes Hof bei Grillspezialitäten, zubereitet durch Markus Steinkuhle und Uwe Kasprzok und kühlen Getränken stärken konnten. Der informative und äußerst interessante Nachmittag klang schließlich beim gemütlichen Beisammensein aus.
 
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